Natur

Natur in Mazedonien

Die Natur in Mazedonien beinhaltet beeindruckende Gebirge, wie den höchsten Berg Korab, sowie kristallklare See und eine wunderschöne und fast unberührte Landschaft. Hier macht sich äußerst positiv bemerkbar, dass Mazedonien bisher touristisch noch wenig erschlossen ist. Statt überlaufene Touristenpfade entlang zu wandern, kann man hier noch landschaftliche spektakuläre und zugleich nur wenig besuchte Gegenden erkunden.

In jedem Fall hat dieser Balkanstaat in Sachen Natur und Kultur einiges zu bieten. Das gilt ganz besonders für die Region um den Ohridsee im Dreiländereck zwischen Mazedonien, Griechenland und Albanien.

Wasser, Strände und schöne Gegenden am Ohrid-See

Der Ohrid-See ist tektonischen Ursprungs und zählt zu den ältesten Binnenseen der Welt. Mit 228 Metern ist er zudem der tiefste See des gesamten Balkans. Der Ohrid-See ist knapp 15 Kilometer breit und über 30 Kilometer lang. Aufgrund des hier herrschenden milden Klimas friert der Ohrid-See niemals zu und bietet mit seinem kristallklaren Wasser einen Lebensraum für viele seltene Tierarten. Aus diesem Grunde gehört der Ohrid See seit 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Darüber hinaus befinden sich am Ufer des Sees zahlreiche Sandstrände, die zum dortigen Baden einladen.

Abseits der am See gelegenen Städte, ist der Ohrid-See in eine idyllische, unberührte Landschaft eingebettet. Südöstlich des Sees befindet sich der Nationalpark Galicica, zu dem ebenfalls das Galicica-Gebirge gehört, und der bis zum Prespasee reicht. Nordwestlich vom Galicica-Nationalpark liegt das Jablanicagebirge, dessen Hänge durch Kastanien-Plantagen und Weinbauflächen gekennzeichnet sind.

Ausflugstipps für den Prespasee und den Nationalpark

Der Prespasee liegt im Dreiländereck zwischen Griechenland, Albanien und Mazedonien. Er bildet das Zentrum eines der größten Nationalparks von ganz Europa. Der Prespasee ist rund 34 Kilometer lang und bis zu 10 Kilometer breit. Im Osten wird er von einer Gebirgskette flankiert. Im Westen liegt mit dem Ohrid-See, das größte Gewässer des Landes. Der Prespasee ist sehr zerklüftet und wirkt wie ein Gebirgssee.

Der See ist äußerst fischreich und die Heimat zahlreicher seltener Pflanzen- und Tierarten. So werden der See und seine Umgebung von Pelikanen als Brut- und Überwinterungsplatz genutzt. Der Prespasee liegt inmitten eines ca. 2000 Quadratkilometer großen Nationalparks mit einer seltenen und weitgehend unberührten Flora und Fauna, die zum Teil sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Bei Wanderungen rund um den See kann man antike Besiedlung bestaunen und eventuell sogar prähistorische Versteinerungen entdecken.

Wandern im Galicica-Nationalpark

Von ganz besonderer Schönheit ist der im Südwesten von Mazedonien gelegene Galicica-Nationalpark. Dieser umfasst weite Teile des zwischen dem Ohridsee und dem Prespasee gelegenen Galicica-Gebirges und reicht im Süden bis an die albanische Grenze. Der Park bietet eine reiche Flora und Fauna. So machen die hier vorhandenen über 130 verschiedenen Baum- und Buscharten den Galicica-Nationalpark zu einem der artenreichsten Nationalparks in ganz Europa. Zudem ist der Park eine der wenigen Gebiete in Europa, wo es noch eine der letzten wild lebenden Luchspopulationen von über 30 Tieren gibt.

Vom Gipfel des 2.255 Meter hohen Magaro, dem höchsten Punkt des Galicica-Gebirges, eröffnet sich ein spektakuläres Panorama über beide Seen. Bei dem Aufstieg begegnet man zahlreichen geologischen Steinformationen aus der letzten europäischen Eiszeit.